Shortly after we had rain falling down for the first time since weeks, MUSIC was in the air! So, we created this funny bus song during the holidays in March 2012. Hope you enjoy it as we did at that time...
Samstag, 26. Mai 2012
Ranganpalke Bus Song
Shortly after we had rain falling down for the first time since weeks, MUSIC was in the air! So, we created this funny bus song during the holidays in March 2012. Hope you enjoy it as we did at that time...
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Donnerstag, 24. Mai 2012
Next Radio Talk
Es ist wieder soweit! Die Reisezeit auf Radio Tonkuhle wird am kommenden Sonntag gesendet!
Seid dabei! - LIVE-Stream at www.tonkuhle.de or on the Radio FM105,3
Diesmal mit einem Bericht aus Nordindien - also Ohren spitz!
Jeden 4. Sonntag im Monat um 14:00 Uhr gibt es was von mir und meinen Erlebnissen aus meinem neuen indischen Leben zu hören. Außerdem gibt es noch passende Musik aus Fernost. Schalt' ein!
Every fourth sunday in the month at 2:00 pm I will tell you about my new indian life over there. Furthermore you will listen to some exotic sounds from the Far East. Join my broadcast!
Cada cuarto domingo en el mes a las 2:00 pm voy a hablar en la radio alemana sobre mis experiencias en la india. Además les ofresco una buena mezcla de música del subcontinente. Disfrutan mi emisión!
Seid dabei! - LIVE-Stream at www.tonkuhle.de or on the Radio FM105,3
Diesmal mit einem Bericht aus Nordindien - also Ohren spitz!
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Jeden 4. Sonntag im Monat um 14:00 Uhr gibt es was von mir und meinen Erlebnissen aus meinem neuen indischen Leben zu hören. Außerdem gibt es noch passende Musik aus Fernost. Schalt' ein!
Every fourth sunday in the month at 2:00 pm I will tell you about my new indian life over there. Furthermore you will listen to some exotic sounds from the Far East. Join my broadcast!
Cada cuarto domingo en el mes a las 2:00 pm voy a hablar en la radio alemana sobre mis experiencias en la india. Además les ofresco una buena mezcla de música del subcontinente. Disfrutan mi emisión!
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Dienstag, 15. Mai 2012
Was heißt hier Fortschritt?!
Während meiner neun
Monate hier in Indien habe ich schon einige Male, die Weltmetropole
Bangalore besucht. Sie wird oft als IT-Hauptstadt der Welt in den
Himmel gelobt. Auch viele deutsche Konzerne wie zum Beispiel Bosch
haben einen Gefallen an der Stadt gefunden und produzieren hier. Fast
sechs Millionen Menschen sind es, die leben und dementsprechend
unübersichtlich ist auch die Stadt. Gerade in der abendlichen
Rushhour, wenn man von einen Stadtteil in den nächsten oder
übernächsten gelangen will, hat man während teils stundenlangen
Rikshawfahrten das Gefühl, die Stadt sei endlos.
Um das Problem der
schlechten Infrastruktur etwas in den Griff zu bekommen und
gleichzeitig auf internationale Standards aufzurüsten, hatte sich
Bangalore vor Jahren vorgenommen ein Metro-Schienennetz einzurichten.
Mittlerweile laufen die Bauarbeiten auf Hochtouren. Zwei Stationen
zwischen denen man hin und her pendeln kann, wurden bereits im
Oktober letzten Jahres eröffnet. Doch die Tatsache, dass Städte wie
Kalkutta und Mumbai die Vision einer Metro um ein Vielfaches
schneller und unproblematischer realisieren konnten, lässt die
Bangalorer Metro zum Gespött werden, denn gerade hier hatte man als
Erster davon geträumt.
Zur Verwestlichung der
indischen Großstädte gehört aber nicht nur die Metro. Shopping
Malls nach amerikanischen Vorbild zogen auch nach Bangalore. Nun
schießen sie wie Pilze aus den Boden. Mit geschätzten 50 großen
und kleinen Komplexen liegen ich wahrscheinlich noch weit von der
eigentlichen Zahl entfernt. Vor allem die höhere Mittelschicht und
die reichen Inder können hier in den Boutiquen mit französischen
oder italienischen Marken zu den uns bekannten übertriebenen Preisen
einkaufen. Ein Leben mit Nutella zum Frühstück, dutzenden
Kinobesuchen und Adidas-Turnschuhen ist hier genau so möglich wie
bei uns.
Viele der modernen oder
fast schon westlichen jungen Inder können in Städten wie Bangalore
auch meist problemlos mit Freund oder Freundin leben. Wo auf dem
Lande sonst nur die arrangierte Ehe in der selben Kaste und
selbstverständlich der selben Religion als Beziehung verstanden
wird, ist in den fortschrittlichen Städten die Sicht darauf viel
flexibler geworden. Die sogenannten 'Lovers', also diejenigen, die
zusammen sind ohne verheiratet worden zu sein und dies öffentlich
zeigen, sind aber selbst in Bangalore nicht von jedem geduldet. Das
konservative Schild mit der Aufschrift 'Lovers not allowed' vor einem
Park scheint wie ein riesiger Bremsklotz aus der eigenen Bevölkerung,
der versucht die Flexibilität, die der Pluralismus und das
Konsumleben möglichen machen, aufzuhalten.
Es bleibt abzuwarten,
welche neuen Konfrontationen sich entwickeln, während Indien sich
für den Weg des Fortschritts entschieden hat und ihn versucht zu
beschreiten.
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Donnerstag, 10. Mai 2012
Adhitya's großer Tag
Adhitya, das heißt auf
Kannada, der lokalen Sprache Karnatakas 'Sonne'. Genauer gesagt ist
es eins von mehreren Wörtern die Sonne ausdrücken. Zugleich ist
Adhitya aber auch ein Name. Ein junge aus der fünften Klasse, den
ich in Kunst unterrichtet habe heißt Adhitya. Er ist mit einer der
talentiertesten Kinder der Klasse. In Kunst war er immer der beste
und auch sozial hat er einen tollen Charakter.
Vor den Schulferien
drückte Adhithya mir eines Tages eine Einladung zu einer
hinduistischen Thread-Zeremonie in die Hand. Es war seine eigene und
ich musste kommen. Die Thread-Zeremonie ist für die hinduistischen
Jungs so etwas wie die Erst-Kommunion bei Katholiken. Bis zu diesem
Zeit Punkt hatte ich so etwas noch nicht gesehen.
Mit viel Getrommel und
Trompeten wurden die verschiedenen Rituale der Thread-Zeremonie auf
einer Bühne vor allen Gästen durch geführt. Ein Faden, der Thread
spielte eine wichtige Rolle. Er wurde dem Jungen von seinem Vater und
einem hinduistischen Priester um den Körper gelegt. Auf der Bühne
brannte ein kleines Feuer, welches die ganze Zeit vom Priester mit
Kokosnussschalen und kleinen Hölzern genährt wurde. Der Geruch von
Räucherstäbchen mit Jasmin-Duft lag in der Luft.
Um die Zeremonie
abzurunden wurden, wie so oft auf indischen Veranstaltungen, alle
Gäste nach und nach auf die Bühne gebeten, um eine Gruppenfoto fürs
Familienalbum zuschießen. Die meisten Gäste steuerten danach
geradewegs aufs Essen zu. An lagen Tischen wurde man auf
Bananenblättern mit Reis und jeder Menge interessanter Curry
versorgt.
Für mich war es ein
schöner Tag mit neuen religiösen Erfahrungen, kraftvoller Musik und
gutem Essen – Doch für Adhitya war es sein ganz großer Tag!
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Samstag, 5. Mai 2012
Füße waschen
So wird der
Gründonnerstag jedes Jahr im Seon Ashram gefeiert:
Wenn man an Indien denkt,
geht einem nicht als erstes Ostern durch den Kopf, aber für mich ist
dieses freiwillige Jahr hier im Bundesstaat Karnataka durch aus auch
christlich geprägt. Mein Projekt die Little Flower School, wie auch
der Seon Ashram sind beides christlich geführte Institutionen. Alle
Religionen werden toleriert und leben hier zusammen – Doch das
Christentum ist durch die Gebetszeiten und die Heiligenfiguren und
Kreuze oft präsent. Die Gründerfamilie des Seon Ashram ist, wie
gesagt, christlich und feiert daher auch mit aller Begeisterung Feste
wie Ostern. Fast jeden Tag fand in der Osterwoche eine Messe oder
sogar auch ein Kreuzzug statt, an dem man teilnahm.
Am Gründonnerstag
versammelten sich all Bewohner des Seon Ashram in der großen
Veranstaltungshalle in der obersten Etage des Gebäudes, in dem die
behinderten, alten und schwachen Menschen wohnen. Etwa 370 Personen
waren es, die dort auf den, für Indien so typischen roten
Plastikstühlen Platz fanden. Mr. U.C. Paulose, der Gründer las von
einem Podest aus aus der Bibel vor. Trotz der mentalen und
psychischen Krankheiten der Bewohner hatte man das Gefühl, es hören
die aller meisten der Versammelten gebannt seinen Worten zu. Nach dem
Daddy, so wie Mr. Paulose auch genannt wird, diesen Teil der
Veranstaltung beendete, begab er sich mit einer Schale Wasser, einer
Seife und einem Parfum zu den Bewohnern und Patienten. In Teams mit
seinem Sohn, seinen Töchtern, ein paar Kindern der Little Flower
School und den Volontären, also auch mir, gingen wir mit den
Waschutensilien ausgestattet durch die Reihen und wuschen nach und
nach jedem einzelnen Mitglied des Seon Ashrams die Füße.
Jeweils wurde ein Fuß mit
Wasser gewaschen, mit Seife gereinigt, abgespült und dann mit einem
Spritzer Parfum veredelt. Letzteres verbreitete sich als Duftnote im
ganzen Gebäude und blieb eine lange Zeit der Nase in Erinnerung.
Selbst die Patienten, die nicht ins oberste Stockwerk gekommen waren,
weil sie zu schwach waren oder es zu viel Stress für sie bedeutet
hätte, bekamen ihre Füße am Bett gewaschen. Ein Patient, der im
Sterben lag, bekam selbst wahrscheinlich nicht mehr viel mit von dem,
wie ich finde sehr schönen und symbolischen Ritual der Reinigung.
Zwei Tage darauf verstarb er an verschiedenen Krankheiten, die ihn
bis zum Ende gequälten hatten.
Nach dem alle Personen,
inklusive der Waschenden ein sauberen und parfümierten Fuß besaßen,
begab Daddy sich wieder auf das Podest und sprach vor allen. Er hob
ein Reisbrot geziert mit einem Kreuz aus einem Blatt in die Luft und
zerteilte es darauf hin vor allen. Die Art, wie Mr. Paulose diese
Zeremonie abhielt, erinnerte stark an das Letzte Abendmahl Jesu. Aus
vorbereiteten Eimern bekam der gesamte Ashram Stücke des gleichen
Brotes. Wieder ging ich mit den anderen Helfern durch die Reihen und
durfte den Menschen etwas geben. Satt sollte keiner werden, dass war
nicht die Intention. Das Gefühl welches sich in mir breit machte,
war eins der Zusammengehörigkeit und Einheit.
Nach der Feierlichkeit in
der Veranstaltungshalle wurde ich mit den anderen Helfen und
Freiwilligen noch zum gemeinsamen Abendessen im Haus der Familie
Paulose eingeladen. Der gesellige Tisch setze noch einmal ein
Sahnehäubchen auf diesen sowieso schon sehr ereignisreichen Tag.
Für mich war der
Gründonnerstag auf jeden Fall das Highlight der Osterwoche!
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Dienstag, 1. Mai 2012
Das Matterhorn von Gandhibagilu
Eine Woche vor Ostern sind
Andreas, Julian und ich (also die Freiwilligenbelegschaft der Little
Flower School) einer Einladung aus dem Seon Ashram gefolgt. Der Grund
nach Gandhibagilu zu kommem, war eine jährliche Prozession der
örtlichen Kirchengemeinde. Kein normaler Kreuzzug, sondern eher eine
Bergbesteigung für extrem Sportler hatte auf uns gewartet.
Früh morgens um 7:00 Uhr
begannen sich hunderte von Christen aus der Umgebung in der kleinen
Kirche am Fuße eines Berges zu versammeln. Natürlich fand zu aller
erst eine Messe statt. Nach etwa 2 Stunden Gebet und Gesang trafen
sich alle auf dem Vorplatz der Kirche. Nicht alle konnten im
Gottesdienst dabei gewesen sein, denn die Anzahl der Teilnehmer, der
schon bald beginnenden Prozession, würde ich auf mindestens tausend
schätzen. Eine unglaubliche Masse für diesen kleinen Ort
Gandhibagilu, der sich mitten im Dschungel befindet.
Es ging los. Der
Generator, der vor der Kühlerhaube eines Jeeps befestigt war, wurde
angeworfen, um einen Lautsprecherbox auf dem Dach des Fahrzeugs zu
betreiben. Im Jeep selbst saßen der Priester und ein kleiner Chor,
der zu singen begann. Mit Fahnen und schick gekleidet setzten sich
die indischen Christen in Bewegung – Frauen und Männer getrennt in
zwei Reihen. Der Jeep mit dem Chor an Bord rollte im schmalen Gang
zwischen den Saris und Hemden entlang.
Kontinuierlich ging es
Berg auf. Die Natur wurde dichter und dichter und der Weg immer enger
für die zwei Menschenreihen und den Jeep. 14 Mal machte der Priester
halt und las auf Malayam aus einer Bibel vor. Die 14 Stopps sollten
an den Kreuzzug Jesu erinnern. Nach einigen Höhenmetern änderte
sich die Flora und Fauna der Umgebung. Aus Gummibaumplantagen wurde
dann ein dichter Dschungel, aus dem interessante Vogelgesänge heraus
schallten.
Ab einem
bestimmten Punkt war der Weg für den Jeep zu schmal geworden, sodass
er auf der Strecke bleiben musste. Auch die Frauen und Männerreihen
mischten sich bald auf den wenig strukturierten Trampelpfaden. Über
Stock und Stein oder besser gesagt über Liane und Banane ging es im
Endspurt auf den Gipfel zu. Die Steigung nahm zu und es wurde fast
schon gefährlich. Einige Inder hatten die Prozession anscheinend als
Wettlauf verstanden und nahmen keinerlei Rücksicht mehr auf die
anderen Teilnehmer, die es bis zu dieser Bergetappe geschafft hatten.
Es wurde heißer
und leider hatten wir auch bereits die Baumgrenze erreicht, sodass
uns das Blätterdach des Urwalds keinen Schatten mehr spenden konnte.
Durch nur noch eine Art von Steppengras und Felsbrocken ging es den
Gipfel in Sichtweite hoch hinaus. Mitgerissen von der Motivation der
Masse schafften wir es Schweiß gebadet bis aufs Matterhorn von
Gandhibagilu. Es war vollbracht. Wir waren oben! Ein Kreuz schmückte
den kargen Felsen, der jedoch vor lauter Menschen kaum noch zu sehen
war.
Aufgrund der
überwältigenden Sicht von diesem gigantischen Fels aus, auf dass
was wir hinter uns gelassen hatten, fühlte sich die Erschöpfung wie
eine unglaubliche Entspannung voller positiver Energie an.
Hinunter ließen
wir uns etwas Zeit. Grund dafür für war auf der einen Seite der
Elan, der beim Aufstieg irgendwo verloren gegangen war und die
Badelaschen, die sich als nicht geeignete Wanderschuhe für eine
Abstieg herauskristallisierten. Um 15:00 Uhr erreichten wir die
Kirche, in der wir gestartet waren. Mit einem kostenlosen Mittagessen
wartete man dort bereits auf alle Teilnehmer. Da wir die Zeit auf dem
Gipfel für mehrere Stunden genossen haben, waren wir fast die
letzten die Rückkehrer.
Die Prozession
auf das Matterhorn vom Gandhibagilu beim Seon Ashram wird mir auf
jeden Fall noch in lange in Erinnerung bleiben. Die Erfahrung für
den Körper und Geist waren in Anbetracht der klimatischen
Verhältnisse, der vielen Menschen und der wundervollen Umgebung
einfach überwältigend. Nur das nächste mal werde ich definitiv
statt der Badelatschen lieber Wanderschuhe tragen.
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Mittwoch, 25. April 2012
Plastic vs. Cotton
Ein praktisches
Beispiel dem Freiwilligendienst im Umweltbereich
In Hampi ergab sich mir
die Gelegenheit einen Vormittag lang eine brasilianische Freiwillige
während eines Umweltworkshops in einer Schule zu begleiten. In einem
Dorf, in dem auf den ersten Blick die Zeit stehen geblieben schien,
erklärte Dani zusammen mit mir die Thematik das Plastikkonsums und
seine Folgen.
Die 24-jährige
Brasilianerin spricht viel von den Giften, die Plastikwaren, wie
Flaschen, Beutel und Verpackungen enthalten und langsam an die Umwelt
abgeben. Vor allem habe der Plastik, der einfach in die Natur
geworfen wird, Auswirkungen auf das Grundwasser und damit auf die
Qualität des Trinkwassers, was für fast alle Familien hier im Dorf
aus einer Pumpe oder dem Fluss stammt.
45 Kinder zwischen 12 und
15 Jahren versuchen Dani zu verstehen. Vier lokale Lehrer mit mehr
oder weniger guten Englischkenntnissen haben sich bereit erklärt,
die Veranstaltung zu Betreuen und fungieren für Dani und mich als
Übersetzer. Im Klassenzimmer ohne Möbel hocken die Kinder in Reihen
vor den Lehrern und uns. Ab und zu fliegen indische Spatzen durch den
Raum.
Poster mit Bildern zum
Slogan „Reuse, Reduce and Recylce“ sollen den Kindern helfen, die
für die meisten neue Thematik zu verstehen. Später einmal werden
sie an den Wänden der Räume aufgehangen und sollen an den Workshop
und das Gelernte erinnern.
Für die Kinder ist der
Umweltexkurs zum Thema Plastik ein Teil, des sogenannten SummerCamps.
Während der 2 Monate indischer Sommerferien kommen gelegentlich
Freiwillige oder Mitarbeiter von Nichtregierungsorganisationen, den
NGO's der Umgebung vorbei und sprechen mit den Kinder über
verschiedenste Thematiken. An den meisten Tagen haben die Kinder
einfach eine Art Lernzeit und Nachhilfe. Teilweise werden die Kinder
auf dass nächste Schuljahr vorbereitet. Für einen kleinen Betrag,
der je nach alter zwischen 500 und 700 Rupee, also um die 10 Euro
liegt werden die Kinder jeden Vormittag, der langen indischen
Sommerferien betreut.
Um den Kindern zu
veranschaulichen wie ernst es um die Thematik Plastikverseuchung in
der eigenen Umgebung steht, zeigt Dani den Kindern einen ganzen
Kartoffelsack voller kleiner schwarzer Plastikbeutel, die jeden Tag
als Einwegtragetasche zu tausenden mit über die Ladentheken wandern.
In Anegundi, dem historischen Kern von Hampi sind es jeden Tag drei
Säcke voll, die Dani mit einem anderen Frewilligen namens Ferdi von
der Straße sammelt.
Um gerade den Konsum
dieser Plastikbeutel zu verringern, hatte die Brasilianerin eine
kreative Idee. Einfache Baumwolltaschen oder sogenannte Jutebeutel
sollten den bösen Bruder aus Plastik ablösen. Damit sie das
Vorhaben in die Tat umsetzen konnte, kaufte sie von Spendengeldern
laufende Meter von Stoffbahnen. Zusammen mit einem Verein, der sich
für die Rechte der Frauen in der Region einsetzt und ihnen ein
eigenes kleines Einkommen ermöglicht, nähte Dani die rohen Stoffe
zu Beuteln zusammen.
Im Workshop bekommt jedes
Kind einen dieser Beutel. Im großen Sitzkreis sollen die Kinder ihre
persönlichen Taschen kreativ gestalten. Stoffmalfarbe, Pinsel und
Stempel liegen für alle bereit.
In etwa drei Stunden
stellen die Kinder ihre Beutel fertig. Jeder ist stolz auf sein
eigenes Kunstwerk, was er nun anstatt eines schädlichen
Plastikbeutel mit sich herum tragen kann. Hoffentlich haben die
Kinder während der intensiven, kreativen Arbeit nicht die Intention
des Workshops völlig verdrängt. Dani und ich haben auf jeden Fall
die Lehrer darauf hingewiesen, dass sie ihre Schüler bei jeder
passenden Gelegenheit, an die Thematik Plastikkonsum und seine Folgen
erinnern sollen. Es bleibt nur zu hoffen, dass mit dieser ganz
praktischen Aktion wieder jemand einen klitzekleinen Beitrag zum
unüberschaubaren Vorhaben „Weltverbessung“ beigetragen hat.
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